FORSCHUNG AM CPC-M - chILD – seltene Lungenkrankheiten, die Kindern den Atem nehmen

FORSCHUNG AM CPC-M

chILD – seltene Lungenkrankheiten, die Kindern den Atem nehmen

Children’s intersitial lung disease – chILD

DZL-Wissenschaftler sammeln Daten für wirksamere Behandlungen
 

Um welche chronischen Erkrankungen der Lunge bei Kindern geht es?

Der Begriff chILD steht für eine Vielzahl seltener chronischer Lungenkrankheiten bei Kindern. Betroffen ist dabei das Gewebe rund um die Lungenbläschen, das Interstitium. Der Begriff chILD wurde aus den Anfangsbuchstaben der englischen Abkürzung children´s interstitial lung disease gebildet.

Diese interstitiellen Lungenerkrankungen erschweren die Atmung, weil die Lungenbläschen weniger elastisch sind als bei Gesunden. Oft können die Kinder nicht genug Sauerstoff durch die Lunge aufnehmen, was sie durch eine schnellere Atmung ausgleichen. Das kostet aber viel Energie, weswegen sie schneller erschöpft und weniger belastbar sind als ihre Altersgenossen. Die Erkrankung hat aber eine gute Prognose. Die Kinder lernen sehr gut, damit zu leben oder es geht ihnen von Jahr zu Jahr besser. Manche Kinder werden sogar im Lauf der Zeit beschwerdefrei.

Die Lücke schließen – systematische Suche nach neuen Therapien für chILD-Patienten

Da diese Erkrankungen so selten sind, weiß die Medizin noch recht wenig über Ursachen und Verläufe. Außerdem gibt es noch keine Medikation, die im konkreten Einsatz bei chILD untersucht wurde. Alle Arzneimittel werden zurzeit „off label“, d.h. außerhalb der Zulassung auf reiner Erfahrungsbasis verabreicht. chILD-EU ist ein durch die Europäische Union gefördertes Projekt, bei dem systematisch Daten, Bilder, Bioproben (Blut, Gewebe etc.) von chILD-Patienten gesammelt werden. Dadurch wollen die Mediziner mehr erfahren über Ursachen, Krankheitsverläufe, Untersuchungstechniken und Therapiemöglichkeiten. Am CPC-M koordiniert die Gruppe um Prof. Matthias Griese diese Sammlung von Daten.

Klinische Studie: Behandlung mit Hydroxychloroquin

Im Rahmen von chILD-EU werden aktuell europaweit klinisch kontrollierte, doppelblinde Studien zur Wirkung von Hydroxychloroquin (HCQ) bei Kindern mit chILD durchgeführt. Sie werden vom DZL in Deutschland unterstützt. HCQ ist ein Wirkstoff, der früher zur Behandlung von Malaria eingesetzt wurde.

Die Studie soll folgende Fragen klären:
Wie wirksam ist HCQ im Vergleich zu Plazebo bei Kindern?
Wie sicher ist die mittelfristige Verwendung von HCQ?
Wie sind Risiko und Nutzen der Verwendung von HCQ einzuordnen?

Hier erfahren Sie mehr über die HCQ-Studie:
www.klinikum.uni-muenchen.de/Child-EU/en/hcq4surf_erare/index.html

Gruppenleiter

Prof. Dr. Matthias Griese

Dr. von Haunersches Kinderspital
Klinikum der Universität München

Lindwurmstrasse 4
80337 München

Tel: +49 89 4400 57871

chILD-EU.register(at)med.uni-muenchen.de

Teammitglieder

Prof. Dr. med. Matthias Kappler
(stellv. Projektleiter)
PD Dr. med. Karl Reiter
(klinischer tätiger Arzt)
Dr.med. Jan Ripper
(klinischer tätiger Arzt)
Dr.med. Ingo Pawlita
(klinischer tätiger Arzt)
Dr.med. Maria Forstner
(klinisch/wissenschaftlich tätige Ärztin)
Dr. med. Elias Seidl
(klinisch/wissenschaftlich tätiger Arzt)
Alexandra Schieber
(klinisch/wissenschaftlich tätige Ärztin)
Sabine Witt (Public Health)
Waltraud Wesselack
(Archiv und Labor-Angestellte)
Andrea Schams (MTA)
Claudia Eismann (Projektmanagement)
Dörthe Neuner (Studienkoordinatorin)

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