Imaging in Forschung und Klinik

Workshop am DZL-Standort München mit Überblick über neueste Verfahren in der Bildgebung
Comprehensive Pneumology Center Imaging

 

Forscher und Kliniker mit Spezialgebiet Bildgebung (Imaging) trafen sich Ende Oktober im CPC-M/ILBD in München Großhadern. Eingeladen hatte das Deutsche Zentrum für Lungenforschung, organisiert wurde der Workshop von Dr. Gerald Burgstaller, Leiter der Imaging Core Unit am CPC-M/ILBD in München und Prof. Julien Dinkel sowie Dr. Alexandra Kraus vom Klinikum der LMU in Großhadern. Dank der stetig fortschreitenden Technik gibt es im Bereich Bildgebung besonders große Fortschritte. Und die zeigten die anwesenden Forscher und Mediziner anschaulich.

Unter anderem präsentierte Dr. Markus Rehberg vom CPC-M/ILBD die Intravitale Mikroskopie. Mit ihr können dynamische Entwicklungen, Entzündungen etwa, in lebenden Gewebe und Zellen „live“ mitverfolgt werden. Beeindruckend auch die Entwicklungen in der Arbeitsgruppe von Dr. Otmar Schmid: mit Hilfe eines Vernebelungssystems bringt er Aerosole in die feinsten Verästelungen der Lunge – und kann ihre Verteilung dort in 3D und in fluoreszierenden Farben deutlich zeigen. Dieses Verfahren soll dazu dienen, bei Lungenkrankheiten die Wirksamkeit von inhalierten Medikamenten deutlich zu verbessern.

Eine besonders knifflige Frage hatte Prof. Julien Dinkel vom Institut für klinische Radiologie am Klinikum der LMU zu beantworten: Wie untersuchen wir die Lungen von Kleinkindern mit pfeifendem Atem (Wheeze) - aber ohne Kontrastmittel, ohne Betäubung und ohne den Zwang, absolut still zu liegen? Die Wahl fiel auf das Magnetresonanz-Verfahren, das nun Schritt für Schritt angepasst werden soll, um aussagekräftige Bilder zu bekommen.
 
Am zweiten Tag des Meetings ging es in intensiven Workshops und Gruppentreffen mit nur wenigen Teilnehmern in die Praxis: Unter anderem zeigten Dr. Gerald Burgstaller und sein Team die faszinierenden Möglichkeiten der detailgenauen 4D-Lichtblattmikroskopie inklusive eines Ausflugs in die virtuelle Realität: Eine Spezialbrille und moderne Software ermöglichen es, in einer 3D-Umgebung sozusagen in Gewebe oder Zellen „hinein zu schlüpfen“ und sie sich von innen anzusehen.

Prof. Julien Dinkel von der Klinik und Poliklinik für Radiologie der LMU wiederum führte die Teilnehmer ins Thema „Künstliche Intelligenz in der Radiologie“. Sie ermöglicht es in der medizinischen Forschung beziehungsweise in der Klinik schon jetzt, tausende Bilder in kürzester Zeit automatisch zu klassifizieren und zu analysieren.