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Spenderlungen und mehr genetische Testung

Runder Tisch des DZL diskutiert beim DGP-Kongress Ziele und Wünsche von Patienten wie Wissenschaftlern

 

Pneumologie – interdisziplinär und interaktiv! Unter diesem Motto hatten die DZL-PIs Prof. Erika von Mutius und Prof. Behr zum 60. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) nach München geladen. Das Ziel: Grenzen zwischen den unterschiedlichen Berufsgruppen wie auch zwischen den Disziplinen und Gesellschaften überschreiten.

Wie gut das das funktioniert, bewiesen die Teilnehmer gleich beim Runden Tisch des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) zu Beginn der Veranstaltung am 15. März 2019. Experten aus verschiedenen Krankheitsbereichen sowie Angehörige von Patientenorganisationen tauschten sich aus, über aktuelle Forschungsarbeiten sowie Ziele und Wünsche beider Seiten.

Konkret verwies Prof. Behr (CPC-M), Experte für das Krankheitsbild DPLD (Diffuse parenchymatöse Lungenerkrankungen) auf das INSIGHTS-Register, das inzwischen über 1.000 Patienten mit idiopathischer Lungenfibrose (IPF) enthält. Eine weitere Klinische Kohorte soll ab 2020 zur Wirkung der Langzeit-Sauerstofftherapie entstehen, so Prof. Behr weiter.

Dr. Gerhard Preissler (Klinik Schillerhöhe Gerlingen) ergänzte für sein Spezialgebiet (ELD, Endstage Lung Disease) einige Forschungsschwerpunkte der Zukunft. Mehr geeignete Spenderlungen für Lungentransplantationen könnten z.B. durch Ex-vivo Lungenperfusion (ein Lungen-Durchspül-System) gefunden werden. Außerdem müsse die Patientenversorgung vor und bis zur Transplantation verbessert werden.

Amanda Tufman, Oberärztin am LMU-Klinikum äußerte beim Thema Lungenkrebs einen Wunsch in Richtung der Krankenkassen: „Lungenkrebs ist nicht gleich Lungenkrebs“, sagte sie. Wegen der vielen verschiedenen Mutationen sei es deswegen wichtig, die genetische Testung der Patienten voranzubringen. Die Kosten dafür sollten die Krankenkassen übernehmen, so Tufman weiter.

 

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